Ein Mann hat 80 Jahre lang geforscht, eine Pandemie vorhergesagt – und hinterlassen, was uns jetzt interessiert: Seine Voraussage fürs 2026
Astrologische Voraussagen wie Morgen triffst du die Liebe deines Lebens sind nicht meins. Natürlich lese ich die Tages-Horoskope in den Magazinen, wenn ich beim Arzt warten muss. Ich lese auch die Wetterprognosen. Das heisst aber nicht, dass ich mich von ihnen leiten lassen.
Was mich faziniert, sind Voraussagen, wie die von André Barbault. Denn bereits 2011 I 2012 sagte er eine (mögliche) Pandemie 2020 I 2021 voraus.
Barbault war kein Astrologe, der Horoskope für Prominente deutete oder Wochenvorschauen schrieb. Er war ein Forscher. Ein Mann, der sich eine einzige grosse Frage stellte und ihr 80 Jahre lang nachging: Lassen sich die grossen Wendepunkte der Geschichte im Himmel ablesen? Und wenn ja, wie?
Die Antwort, die er gefunden hat, ist bis heute relevant. Nicht nur für das, was 2020 geschah. Sondern ganz besonders für das, was jetzt, im Jahr 2026, in Gang kommt.
Wer war André Barbault?
André Barbault wurde am 1. Oktober 1921 im französischen Champignelles geboren. Mit 15 Jahren entdeckte er die Astrologie, und von da an liess sie ihn nicht mehr los. Er starb am 8. Oktober 2019, mit 98 Jahren, wenige Monate bevor die Welt stillstand.
In seinem langen Leben wurde er zu einem der einflussreichsten Mundanastrologen des 20. Jahrhunderts. Mundanastrologie, das ist jener Zweig der Astrologie, der sich nicht mit dem Einzelmenschen beschäftigt, sondern mit dem grossen Ganzen: mit Staaten, Gesellschaften, historischen Epochen, Kriegen und Krisen. Mit der Frage, was kollektiv in Bewegung gerät.
Barbault war Ehrenmitglied beim Deutschen Astrologen-Verband, korrespondierte mit Carl Gustav Jung und war einer der ersten, der Astrologie und Psychologie systematisch miteinander verband. Er gründete 1967 die erste Firma für computergeschriebene Horoskopanalysen und 1968 die Zeitschrift L’Astrologue. Sein Werk umfasst über 40 Bücher.
Aber was ihn wirklich von anderen unterschied, war seine Methode.
Der zyklische Index: Wie Barbault die Geschichte mass
Barbaults wichtigste Entdeckung war der sogenannte zyklische Index. Die Idee dahinter ist elegant: Er betrachtete nicht einzelne Planetenaspekte isoliert, sondern berechnete, wie weit oder wie eng alle langsamen Planeten – Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto – in einem bestimmten Moment zueinanderstehen. Daraus entstand ein Gesamtwert, ein Index.
Wenn die Planeten eng beieinander stehen, also viele Konjunktionen bilden, ist der Index tief. Enge Konstellationen, so Barbaults These, entsprechen Phasen der Kontraktion, der Krise, der kollektiven Verdichtung. Wenn die Planeten weit auseinanderstehen, also viele Spannungsbögen zwischen ihnen entstehen, steigt der Index. Das entspricht Phasen der Expansion, des Aufbruchs, der Entfaltung.
Barbault testete diese Methode über Jahrhunderte hinweg. Er untersuchte Kriege, Epidemien, wirtschaftliche Zusammenbrüche und politische Revolutionen und fand immer wieder dieselbe Korrespondenz zwischen dem zyklischen Index und dem Weltgeschehen.
Ich finde das faszinierend, weil es Astrologie aus dem Bereich der Deutung in den Bereich der Beobachtung hebt. Barbault hat nicht interpretiert. Er hat gemessen. Und die Messungen haben funktioniert.
Die Vorhersage, die die Welt veränderte
Am 8. Juni 2011 schrieb Barbault einen Aufsatz, den er «Aperçu sur les Pandémies» nannte, auf Deutsch etwa: Überblick über die Pandemien. Er veröffentlichte ihn 2012 in der Zeitschrift L’Astrologue.
Darin schrieb er sinngemäss: Wenn wir die historischen Zyklen der grossen Pandemien betrachten – 1918, 1954, 1968, 1982 – und sie mit dem zyklischen Index vergleichen, sehen wir ein klares Muster. Pandemien entstehen in der Nähe der tiefsten Indexpunkte. Und der tiefste Punkt des gesamten 21. Jahrhunderts liegt um 2020 bis 2021.
Dieser Aufsatz wurde 2012 veröffentlicht. Acht Jahre, bevor COVID-19 die Welt stilllegte.
Barbault starb am 8. Oktober 2019. Er erlebte nicht mehr, wie seine Vorhersage eintraf. Aber er hinterliess noch etwas anderes. Etwas, das ich für mindestens genauso bedeutsam halte.
Was er für 2026 sah: Der Aufstieg nach dem Tief
In seinem Buch La seconde guerre mondiale dans l’histoire astrologique, erschienen 2014, beschrieb Barbault nicht nur das Tief von 2020. Er beschrieb auch, was danach kommt.
Nach dem tiefsten Punkt beginnt der zyklische Index wieder zu steigen. Und Barbault zählte für das Jahr 2026 etwas, das er in keinem anderen Jahr des Jahrhunderts sah: neun gleichzeitig aufsteigende Planetenzyklen. Neun Planetenpaare, die sich gleichzeitig voneinander entfernen, die sich auseinanderfalten, die Raum schaffen.
Das Herzstück dieser Konstellation ist eine Saturn-Neptun-Konjunktion auf 0 Grad Widder am 20. Februar 2026, die erste ihrer Art seit 1702 bis 1704 und die erste auf diesem genauen Punkt seit rund 9.000 Jahren. Sie wird ergänzt durch eine aussergewöhnliche Konfiguration im Juli 2026, auf die ich gleich eingehe.
Barbault nannte das, was daraus entsteht, «die günstigste Konstellation des Jahrhunderts.» Er schrieb wörtlich:
«Es ist die günstigste Konstellation des Jahrhunderts und ihre interplanetarische Partnerschaft wird am besten zu einem grossartigen Neustart der Zivilisation beitragen. Sie beinhaltet eine harmonische Beziehung zwischen ursprünglichen Gegensätzen: das Zusammentreffen des Äusseren und des Inneren, des Rationalen und des Spirituellen, des Verstandes und der Seele. Die Menschen wachsen über sich selbst hinaus, während sie das Leben auf einer höheren Ebene erleben.»
André Barbault, La seconde guerre mondiale dans l’histoire astrologique, 2014 (englische Übersetzung, ins Deutsche übertragen)
Das ist eine Ansage eines Mannes, der 80 Jahre lang Weltgeschichte mit Planetenzyklen verglichen hatte, der genau wusste, wie selten solche Konstellationen sind, und der trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, diese Worte wählte.
Der 17. Juli 2026: Vier Planeten auf 4 Grad
Das Herz von Barbaults Prognose schlägt an einem einzigen Tag: dem 17. Juli 2026.
An diesem Tag stehen vier grosse Planeten auf je 4 Grad ihres Zeichens, alle in Aspekt zueinander:
- Jupiter auf 4 Grad Löwe
- Neptun auf 4 Grad Widder
- Uranus auf 4 Grad Zwillinge
- Pluto auf 4 Grad Wassermann
Das letzte Mal, dass die äusseren Planeten ähnlich zueinanderstanden, war 1978 bis 1979. Historiker nennen diese zwei Jahre heute «das Schlüsseldatum des 20. Jahrhunderts» und «den Beginn der multipolaren Welt von heute.» Innert kurzer Zeit fiel der Schah, Khomeini übernahm den Iran, die Sowjetunion marschierte in Afghanistan ein, Margaret Thatcher läutete den Neoliberalismus ein, der Papst reiste nach Polen und legte damit den Keim für den Mauerfall, und Deng Xiaoping öffnete China für den Weltmarkt.
Es war kein ruhiger Moment, ganz im Gegenteil, aber es war ein Neustart. Die Welt, in der wir heute leben, begann damals.
Und 2026? Barbault sah erneut einen Neustart. Nicht als Wiederholung von 1978/79, sondern als nächste Spirale derselben Bewegung. Weniger Kontraktion, mehr Entfaltung. Weniger Krise, mehr Aufbruch.
Was das für dich bedeutet
Ich arbeite mit Unternehmerinnen, die spüren, dass ihr Business mehr sein kann als Umsatz und Strategie. Die ahnen, dass die Ausrichtung des Kosmos etwas mit ihrer eigenen Ausrichtung zu tun hat.
Barbaults Prognose interessiert mich deshalb nicht nur als historisches Dokument. Sie fasziniert mich und gibt mir gleichzeitig einen wichtigen Orientierungspunkt. Wenn der zyklische Index seinen tiefsten Punkt hinter sich lässt und neun Planetenzyklen gleichzeitig aufsteigen, wenn Saturn und Neptun sich vereinen und vier Planeten auf einem einzigen Grad zusammentreffen, dann ist das ein Moment, in dem es sich lohnt, bewusst hinzuschauen.
Was möchte sich in dir entfalten? Was hat auf diesen Moment gewartet?
Das ist die Frage, die Barbaults Arbeit für mich aufwirft. Was wird möglich für die, die bereit sind?
Und meine Frage an dich: BIST DU BEREIT?
Die weiteren Artikel dieser Serie
Jupiter im Löwen 2026: Die Erlaubnis, grösser zu sein, HIER LESEN
Neptun im Widder 2026: Der Mut zum unfertigen Traum, HIER LESEN
Uranus in den Zwillingen 2026: Wenn alles auf einmal schneller wird, HIER LESEN
Pluto im Wassermann 2026: Die Transformation, die schon läuft, HIER LESEN
Quellenhinweis
André Barbault: Aperçu sur les Pandémies (2011), veröffentlicht in L’Astrologue Nr. 177, 2012. Englische Übersetzung frei zugänglich unter theastrologypodcast.com.
André Barbault: La seconde guerre mondiale dans l’histoire astrologique. Paris: Traditionnel, 2014.
André Barbault: Planetary Cycles: Mundane Astrology. Astrological Association of Great Britain, 2016.